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Mundschutz: Behelfsmaske selber nähen

In Zeiten der Corona-Krise sind Atemschutzmasken leider ein immer knapper werdendes Gut. Die Masken in entsprechender Schutz-Klassifizierung sollten auch weiterhin vor allem medizinischem Personal und besonders gefährdeten Personengruppen zur Verfügung gestellt werden.

Die Empfehlung der Bundesregierung lautet, dass auch jeder Andere in öffentlichem Raum, beispielsweise im Supermarkt oder den öffentlichen Verkehrsmitteln. eine Mund-Nasen-Behelfsmasken trägt. Das kann ganz einfach ein Tuch oder ein Loop-Schal oder aber eine selbst genähte Maske sein.

Schützt eine Behelfsmaske vor einer Ansteckung?

Nein. Behelfsmasken, die Mund und Nase bedecken, können dich nicht sicher vor einer Ansteckung mit Covid-19 oder anderen Krankheiten schützen.

Jedoch: Diese einfachen Masken sorgen dafür, dass beim Atmen, Husten oder Niesen weniger Tröpfchen in die unmittelbare Umgebung gelangen, dienen also dem Fremdschutz. Wenn jeder eine solche Maske tragen würde, könnte man damit also auch das Ansteckungsrisiko verringern.

Außerdem haben Sie natürlich auch einen psychologischen Effekt und eine Signalwirkung, da sie uns erinnern, dass wir uns schützen sollten. Dadurch, dass wir Abstand voneinander halten, regelmäßig und gründlich unsere Hände waschen – und das Tragen einer Behelfsmaske schadet eben auch nicht.

Damit die Masken nicht zu Keimschleudern werden, müsst ihr darauf achten, sie regelmäßig zu reinigen. Dabei habt ihr folgende Möglichkeiten:

  • Waschgang bei 60 Grad oder mehr
  • bei ca. 80 Grad im Backofen für 30 Min. „backen“
  • einige Minuten mit dem Bügeleisen bügeln

Behelfsmaske nähen: So geht’s

Der richtige Stoff

Für eure selbst genähte Maske solltet ihr einen geeigneten Stoff auswählen. Dabei ist wichtig, dass ihr durch zwei Stoffschichten noch gut und ohne Widerstand atmen könnt und sich der Stoff bei höheren Temperaturen waschen und bügeln lässt. Gut eignet sich beispielsweise Baumwolle oder Leinen. Beschichtete Stoffe, Mikrofaser oder ähnliches solltet ihr nicht verwenden.

Das benötigt ihr

  • für das Mund-Nasen-Stück: zwei Stücke Stoff (18 x 24 cm)
  • für die Fixierung: kochfestes Gummiband (zwei Stücke à 17 cm) oder vier schmale Stoffstreifen (jeweils à 15 cm)
  • Bügeleisen
  • Nähmaschine, Garn, Stecknadeln, Schere

Wollt ihr mehrere Masken nähen, schneidet euch am besten ein Stück Pappe in den Maßen 18 x 24 cm zurecht, das ihr als Schablone verwendet. So müsst ihr die Stoffstücke nicht jedes Mal neu ausmessen. 

Schritt 1: Vorbereitung des Mund-Nasen-Stücks

Im ersten Schritt legt ihr die beiden Stoffstück mit den „schönen“ Seiten aufeinander und fixiert sie mit den Stecknadeln. Am besten bügelt ihr den Stoff noch einmal, bevor ihr weitermacht.

Steppt die Stoffstücke dann mit der Nähmaschine an den langen Seiten zusammen und säubert die Nähte. Denkt daran, am Anfang und am Ende jeweils ein paar Stiche vor und zurück zu nähen, um die Naht so zu verschließen. Die Nähmaschine stellt ihr auf Geradstich und eine Stichweite von 3 mm.

Dreht den Stoff nun, sodass die „schönen“ Seiten außen sind. Die beiden kurzen Seiten, die ihr offen gelassen habt, schlagt ihr jeweils mit ca. 1 cm nach innen um und bügelt so einmal darüber.

Schritt 2: Fertigstellung der Maske

Nun wird es etwas kniffeliger. Nehmt euch noch einmal einige Stecknadeln zur Hand und faltet das Mund-Nasen-Stück längs dreimal gleichmäßig. Die kurzen Seiten sollten so noch ungefähr 6 cm lang sein. Die einzelnen Falten steckt ihr mit den Nadeln fest und bügelt dann noch einmal über den Stoff.

Bevor ihr die noch offenen Seiten nun zunäht, müsst ihr noch das Gummiband bzw. die Stoffstreifen anbringen, mit denen die Masken hinter den Ohren fixiert wird. Steck dafür das jeweilige Ende des Bands ein kleines Stück weit oben und unten in die noch offene Seite der Maske. Näht am besten erst die eine Seite fertig und dann die andere Seite.

Habt ihr das Band in die offene Seite gesteckt, näht ihr ganz einfach über die kurze, offene Seite. So schließt diese und fixiert gleichzeitig die Bänder.

Fertig!

Wenn ihr geübt im Nähen seid, braucht ihr dafür sicher nicht länger als 15-20 Minuten. Aber auch für Nähanfänger*innen ist dieses Nähprojekt gut zu schaffen. Viel Spaß beim Ausprobieren und bleibt gesund!